Leseprobe

Neben dem Treiben in der Strömung, neben Rudern, Staken, Wriggen oder Warpen sowie - bei günstigen Wind - Segeln, war Treideln oder Trecken auf allen Wasserstraßen eine Urmethode zur Fortbewegung von Schiffen.

Einst zog der Mensch das Seil, später erfolgte das Treideln stromaufwärts vor allem mit Pferden und Ochsen. Die bekanntesten "Treidelknechte" waren die "Wolgaschlepper". Die damals dabei erreichetn Geschwindigkeiten passten durchaus in das Tempo ihrer Zeit.

Das Befahren des Teltowkanals war von Beginn der Planungsarbeiten an auf Treideln ausgerichtet, und nachdem sich in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts die Elektrizität sprunghaft entwickelt hatte, gaben die Erbauer dem elektrischen Treidelbetrieb den Vorzug...



Der Teltowkanal

Eine Lebensader im Süden Berlins

Autor: Horst Köhler

Der Teltowkanal feierte im Juli 2006 sein hundertjähriges Bestehen, denn am 2. 6. 1906 hatte der Kaiser es sich nicht nehmen lassen, der Eröffnung an der Machnower Schleuse beizuwohnen.
5 1/2 Jahre Bauzeit hatte der Kanal benötigt, denn im De­zember 1900 war der erste Spatenstich erfolgt. Horst Köhler hat intensiv geforscht, und das vorliegende Buch ist inzwischen zum Standardwerk betreffend Teltow­kanal geworden.
Neben der Geschichte des Kanals und der Darstellung der einzelnen Gewerke („Der Teltowkanal, sein Werden und Wachsen"), enthält die Publikation in einem zweiten Teil („Der Teltowkanal zum Anfassen") die Beschreibung nicht nur aller Sehenswürdigkeiten entlang den Ufern, sondern auch der Industrie, die sich dort angesiedelt hat. Darüber hinaus ist der Band reich bebildert.

 

14,80 EURO
212 Seiten, Kart.,
ISBN:978 3 87776 036 9